Challenge Kraichgau

Nach einem soliden Rennen konnte ich den 16. Platz für mich verbuchen. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass es heute nicht zu einem Top Ergebnis reicht. Nach Worms war weder mein Kopf noch meine Beine für ein richtig hartes Rennen bereit. Deshalb bin ich von Anfang an kontrolliert Rad gefahren. Ich bin Ironman Wettkampftempo gefahren. Das ist natürlich für eine Mitteldistanz zu langsam, keine Frage. Ich war aber trotzdem recht zügig unterwegs, was mich positiv stimmt. Wenn ich es schaffe, in Roth ebenso kontrolliert zu fahren und mich nicht hinreißen zu lassen, dann wäre ich schon sehr, sehr zufrieden. Außerdem müsste ja bis Roth noch ein wenig mehr gehen. Kraichgau war ja nur ein Schritt auf dem Weg nach Roth und wenn dieser Reiz erstmal adaptiert ist, sollte noch was drin sein 😉

Beim Laufen konnte ich ebenfalls nicht hart rangehen. Ich bin von Anfang an zügig gelaufen und habe dieses Tempo einfach gehalten. Gegen Ende habe ich dann noch mal ein wenig angezogen. Ich hätte sowohl das Rad- als auch das Lauftempo weitergehen können. Das ist doch mal gut. Aber selbstverständlich will man, will ich, bei einem Wettkampf nicht nur einen Testlauf fürs große Rennen machen. Ich will Vollgas gehen und die beste Platzierung einfahren, die an dem Tag für mich drin gewesen wäre. Das habe ich gestern nicht geschafft. Deshalb bin ich trotz der positiven Aussichten für Roth natürlich nicht zufrieden. Aber was solls. Kopf hoch und nach vorne schauen. Es geht schlag auf schlag weiter.

Der TriStar Worms ist rum und ich hab leider keinen allzu guten Tag erwischt

Heute ist ein siebter Platz rausgesprungen. Das Schwimmen war noch super! Ich bin als Vierte aus dem Wasser und zusammen mit einem anderen Mädel als Erste aufs Rad. Leider hatte ich absolut keine guten Beine. Nix hat zusammen gepasst. Es lief einfach nicht und ich weiß noch nicht genau warum. Ich wurde nur überholt, was mir beim Schwimmen und Laufen ja weniger ausmacht, aber beim Radfahren schon 🙂 Also hab ich einfach mal versucht mitzufahren und dabei sicherlich etwas überzockt. Aber man muss halt auch mal was riskieren. Die zweite Radhälfte war dann meine und ich bin geradelt wie ich sonst immer radl. Und schon hat mich kaum mehr jemand überholt und die Mädels konnte ich auch noch abhängen. Ich war also wieder voll in der Spur und zuversichtlich das Tempo heimzubringen. Aber schon beim ersten Laufkilometer auf der Brücke hatte ich Seitenstechen und Krampfneigung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur. Dort hatte ich noch nie Krämpfe. Leider wurde das nicht mehr viel besser. Als ich auf dem letzten Kilometer auf den Festplatz gelaufen bin und über den Schotter laufen musste war es beinahe so schlimm, dass ich stehen bleiben musste. Aber ich kann ja nicht bei einem 10km Lauf stehen bleiben. Also hab ich mich durchgekämpft. Im Ziel hab ich mich wie nach einem Ironman gefühlt. Unglaublich. Krämpfe, Schwindel, volles Programm. Nach 111km. Na, egal. War halt nix. Ich werde mal analysieren wo es herkam. Vielleicht komm ich im Laufe der Zeit drauf. Vielleicht auch einfach nur die Tagesform. Immer kann es halt nicht klappen. Hauptsache am 10. Juli klappt es dann und schon dieses Wochenende hab ich ja in Kraichgau wieder eine Chance…

Stadttriathlon München

Ich habs gepackt! Erster Platz! Yes! In 57:04 Minuten mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz. Wahnsinn 🙂

Ich hab vom ersten Moment an Vollgas gegeben. Es war ein Jagdstart mit 12 Sekunden Abstand pro Teilnehmerin. Also hatte ich nie einen Schimmer, wo ich liege. Es waren sehr viele jüngere Ligastarterinnen da. Ich hatte also berechtigte Zweifel, ob ich denen auf so einer kurzen Strecke die Stirn bieten kann. Aber siehe da, es hat geklappt. Sehr gut sogar. Toll! 🙂

Beim Radfahren hatte ich einen unglaublichen Druck. Die ganze Woche über schon. Die letzten Ausfahrten waren einfach nur zügig – für meine Verhältnisse. Die vier Wochen Istrien sind jetzt gerade adaptiert und es geht ab wie sau! Ich kann’s nicht anders sagen. Ich bin total happy! Beim Laufen hab ich auch so viel Gas gegeben, wie es mir möglich war. Die Endzeit ist heute wirklich Bestzeit. Es wär’ nix mehr gegangen!

Und dann kam ja das Beste überhaupt. Ich hab ohne große Ansprüche mitgemacht, weil wir unsere Vereinsmeisterschaft ausgetragen haben. Ich wollte schnell sein und möglichst weit vorne ankommen. Dann sagt mir ein Bekannter kurz vor der Siegerehrung, dass es für die Sieger 400,- Euro Preisgeld gibt!!! Von dem Moment an konnte ich es kaum mehr erwarten, bis endlich die Ergebnislisten hingen. Und ich quittierte den ersten Platz mit einem Jubelschrei. 400,- Euro! VIELEN DANK! Und so unverhofft 😉 Typisch ich. Das hab ich gar nicht gelesen. Ich hab mir nur den Zeitplan ausgedruckt und war bei der Wettkampfbesprechung. Hey, hey, hey! Wenn ich es gewusst hätte, wäre ich auch nicht schneller gelaufen, nur verkrampfter und damit wahrscheinlich sogar langsamer. Aber so passt es ja! Da freu ich mich richtig. Hab gleich mal einen Teil bei einem namhaften Fast Food Restaurant reinvestiert! Damit ich nicht vom Fleisch falle 🙂 Haha! Also, ein absolut gelungener Tag! Absolut!

Ich werde heute mit einem Grinsen einschlafen und hoffentlich morgen damit aufwachen! Gute Nacht!

P.S. Und jetzt ab ins Bett, damit der Trainer nicht über die ungenügende Regeneration schimpfen kann 😉

Testwettkampf in München: Swim&Run des SC Prinz Eugen

Am Samstag bin ich beim 1. Swim&Run des SC Prinz Eugen in München gestartet. Die Veranstaltung war toll organisiert. Leider bin ich mit meinen Leistungen nur mittelmäßig zufrieden. Ich konnte zwar den zweiten Platz erkämpfen, aber wäre ich 100% fit gewesen, hätte ich eine gute Chance gehabt zu gewinnen. Die ganzen letzten Wochen waren leider nur durchschnittlich. Ich bin seit meinem Ausfall auf Fuerte nicht mehr wieder ganz fit geworden. Es mangelt vor allem an der Regenerationsfähigkeit und am Fettstoffwechsel. Außerdem bin ich eher schlapp und müde und habe zugenommen, nachdem ich den ganzen Winter über mein Gewicht problemlos halten konnte. Wir haben schon auf ein Schilddrüsenproblem getippt, aber das hat sich wohl als falsch heraus gestellt. Genau das hätte aber zu meinen Symptomen gepasst. Naja, nun muss ich weiter suchen. Ich habe bereits alle Maßnahmen ergriffen, die letztes Jahr so gut geholfen haben. Entgiftungstabletten, Leber- und Gallenblasenreinigung und jetzt probiere ich noch eine Seleenkur um die möglicherweise zu viel gewordenen freien Radikale zu bekämpfen. Mal sehen, ob das hilft. Aber ab Freitag bin ich ja in Istrien und ich hoffe, dass ein dreiwöchiges Grundlagentraining noch mal einen Sprung nach vorne bringt. Es sind nur noch 100 Tage bis Roth. Schade, dass die letzten Wochen nicht mehr gegangen ist. Ich habe meine Erwartungen an diese Saison bereits etwas zurück geschraubt. Aber mal sehen, noch sind es ja 100 Tage….

Ganghofer Lauf Leutasch – 42km Skating bei Neuschnee ;-)

Mein Fazit: Gar nicht schlecht gelaufen 🙂 Siebte Gesamt, was glaub ich nicht viel heißt. Zwei Mädels kamen mit 1:58 ins Ziel, dann eine mit 2:13, 2:20, 2:23, 2:26 und dann ich mit 2:29. Die ersten Drei waren auf jeden Fall Wintersportler, dementsprechend möchte ich mich nur bedingt mit ihnen vergleichen 😉 Außerdem würde mich als Skilanglauf Rookie brennend interessieren, was die Verhältnisse an dem Ergebnis ausmachen. Ich weiß, dass die Siegerin, Siegrid Mutscheller, aus der ersten Reihe gestartet ist. Sie konnte wahrscheinlich eine der schnellen Gruppen erwischen, musste nicht von Anfang an immer mal wieder Tempo raus nehmen, weil einer stürzte oder langsamer um die Kurve fuhr weil es ihm zu glatt war und alle dahinter bremsen mussten (Ziehharmonika…) usw. Und mich würde interessieren wie die Spur für die ersten 100 Läufer aussah…. Naja, werde ich wohl nie erfahren 😉 Aber interessant wäre es schon!

Ich kämpfe leider immer noch etwas mit den Nachwirkungen meiner Krankheit im Trainingslager. Jetzt schon seit fünf Wochen :-/ Muskulär bin ich einfach noch nicht wieder 100% fit. Deshalb bin ich echt froh, dass ich mich gestern mal wieder quälen konnte. Vielleicht haut’s ja so mal den Dreck aus der Muskulatur 😉 Hirn aus, Qual an. Und so war es dann auch. Der Schnee war total stumpf. Über Nacht hat es bestimmt 30cm Neuschnee in die Leutasch geschneit. Es gab eine dünne Spur, die total glatt war. Zu glatt. Außerdem war sie viel zu schmal. Den Abdruck musste man schon außerhalb in den festgetretenen Rillen machen. Ich glaub, ich bin die ganzen 42km nur auf der Kante gefahren… Jedes mal wenn ich versucht habe mich auf eine schöne Technik zu konzentrieren bin ich entweder direkt überholt worden, oder ich hab so einen Wackler gehabt, dass ich deshalb überholt wurde. Also sofort wieder gute Technik aus und irgendwie durchkämpfen. Runter nach Unterleutasch bin ich mal etwas ins ordentlichere 1:2 m.A. gekommen und konnte da auch etwas Tempo machen, aber zurück war es für einen 1:1 zu langsam und für 1:2 eigentlich zu schnell. Das war etwas nervig. Für mich zumindest. Außerdem hab ich wohl runter zu etwas zu viel Gas gegeben und musste das dann rauf zu erst mal kompensieren. Auch in der Anfangsphase hab ich überpaced. Das Gewimmel am Start kann ich einfach nicht (noch nicht). Ich hab so brav meine Ski früh genug weit vorne in die Spur gelegt, um dann zu erfahren, dass man auch ganz spät kommen kann und seine Ski einfach zwischen die Spur legen kann. Klar, für was sind ja auch solche Spuren da? Dann hätte man die ersten Meter zumindest feindfrei Doppelstockschieben können. So leider nicht. Desweiteren musste ich noch zweimal ausweichen, weil es vor mir jemand geschmissen hat und so sind die rechts von mir schön an mir vorbei gezogen und ich war wieder nur im absoluten Mittelfeld. Leider. Hatte mir da echt mehr vorgenommen. Überholen war schwer, da ja nur eine dünne Spur hart war. Links oder rechts davon musste man ganz schön Körner lassen, um mal an jemand vorbei zu ziehen. Also reihte man sich ein, was dazu führte, dass ein einziger, der etwas langsamer wurde ein riesen Loch gerissen hat. Wenn ich mich von Anfang an weiter vorne halten könnte, wäre es mir wohl möglich ein konstant höheres Tempo der vorderen Gruppen mitzugehen. Mist. Aber da hilft nur Übung und Erfahrung! Die hab ich mir nun für die nächste Wintersaison vorgenommen ;-)) Trotzdem hat es Spaß gemacht und heute tut mir ziemlich viel weh – perfekt! 🙂

Ötztaler Radmarathon – 238km, 5500 Höhenmeter

Was ein Hammer! Die ersten Pässe dienen Quasi dem Einrollen und der Schulung der eigenen Disziplin. Wer es zu schnell angehen lässt, hat schon verloren. Und irgendwie macht das jeder! 😉
Also Kühtai und Brenner stellen keine allzu große Herausforderung dar. Mir selbst ging es gut bis ca. 2/3 des Jaufenpasses. 3500 Höhenmeter lang ging es recht gut. Dann kam der Mann mit dem Hammer. Allerdings nicht aufgrund fehlender Energie sondern aufgrund fehlender lokaler Kraftausdauer in den Oberschenkeln. Bis dahin hab ich auch noch geistig Buch über meine Ernährung geführt, von da an hab ich nur noch reingestopft 😉 Oben auf dem Jaufenpass hab ich meine Ersatzriegel und Gels, die ich fein säuberlich in die Satteltasche gestopft habe bis sie fast geplatzt wäre, heraus geholt. Und Gott sei Dank hab ich extra noch eines mehr eingepackt. Bis dato hatte ich vier PowerBar Performance und vier PowerBar Gels intus. Nun hatte ich noch weitere zwei Bars und vier Gels! Perfekt! Das rettet mich auf jeden Fall übers Timmelsjoch. Noch ein Käsebrot für den Geschmack und einen halben Riegel und ein Gel für die Energie, dazu ein Süppchen und dann gings hinunter vom Jaufen und hinein in den Anstieg zum Timmelsjoch.
Leider war ich zu dem Zeitpunk echt am Ende. Im ersten Drittel hab ich zwei mal eine Pause einlegen müssen, weil ich keine Kraft mehr hatte. Und ich war nicht alleine! In jeder Kurve standen ein paar Leute an der Leitplanke und ruhten sich aus. Wahnsinn! So eine Qual! Aktuell bin ich mir nicht ganz sicher, ob das der Sinn sein soll, aber ich denke mal, dass es im hinteren Startfeld beim Ironman ganz ähnlich zugeht. Ich selbst kenne natürlich die Qual und die Schmerzen, aber da laufe ich normalerweise noch! Und hab dann nur noch 1,5 Stunden oder so bis ins Ziel. Hier standen mir aber noch geschlagene drei Stunden im Schneckentempo bevor! Denn 21,5km mit 6-8 km/h ergeben halt rund drei Stunden! Und es wird nichts passieren, dass diese Zeitspanne kürzer wird! Oh je. Ganz ehrlich, ich konnte mir unten nicht vorstellen, wie ich diese Strecke schaffen sollte. Ich hab mich drauf eingestellt, alle zwei, drei Kurven Pause machen zu müssen. Zeit hatte ich noch genug. Vom Zeitlimit war ich weit entfernt. Ich hätte fast hoch schieben können… Ans Aufgeben hab ich nicht wirklich gedacht. Kommt ja gar nicht in die Tüte. Oh je! Naja, nach der zweiten Pause lief es einigermaßen. Ich hab mir dann gedacht, dass ich noch bis zu dieser Verpflegungsstelle fahre und dann erst wieder eine Pause mache. Und das hat geklappt! Dort hab ich mir meinen letzten PowerBar Riegel rein gezogen und noch ein wenig davon um meinen Vorbau geklebt 😉 Perfekt! Das ist unhygienisch, ekelig, aber sooo praktisch! 🙂 Nochmal ein Süppchen und ein Brot und für die Energie ein Gel und dann weiter. Bis oben hin gabs noch mal ein Gel und den schon fast gefrorenen PowerBar von meinem Vorbau (es war sakrisch kalt!) gab es oben im Tunnel. Geschafft!
Oh je, was eine Qual. Es ist laaange her, dass ich am Berg so eingegangen bin! Laaaange… Ich kann mich aber nicht beschweren, da ich zuletzt zu wenig Rad gefahren bin! Also, viel zu wenig. Es kam wie ich es verdient habe! Geschieht mir recht! Trotzdem lief es 3500 Höhenmeter lang erstaunlich gut und das nur aufgrund des guten Trainings von Ralf! Übers Timmelsjoch hat mich dann mein exzessiver PowerBar Verzehr gerettet! Was anderes hätte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr essen wollen, aber so ein Performance und ein Gel geht einfach immer noch irgendwie rein und gibt dann genug Energie um noch ein Weilchen weiter zu treten. Ich habe keine Ahnung, wie das früher ging, aber ohne Gels könnte ich keinen Wettkampf mehr bestreiten! :-))
Ach, mussten sich die 30 Classic Fahrer, die mit Rädern von vor 30 Jahren gefahren sind, auch wie vor 30 Jahren ernähren? Oh Gott! Die Ärmsten… Aber nein, die durften auch Gels essen ;-)))

ITU Langdiastanz WM Immenstadt 2010

3. Platz AK 30-35 in 8:18:26.

Zum Rennverlauf: Ich bin aus der ersten Reihe, ganz rechts los geschwommen und gleich nach rechts raus. Ich wollte einfach mein Ding schwimmen, denn auf Lanzarote bin ich ja gar nie in meinen Rhythmus gekommen. Das hat diesmal bestens funktionert! Es lief so gut, dass ich mich entschieden habe, bis zur ersten Boje bei 1,8km alleine rechts neben dem Feld zu schwimmen. Ich dachte, dass sich nach dieser Boje bestimmt alles ändert. Aber um die Boje rum sind sofort alle in eine Pisskurve nach rechts abgebogen. Obwohl die Boje in 400m Entfernung genau vor mir war. Naja, dann hab ich sie schwimmen lassen und bin wieder alleine bis zur Boje. Ein paar wenige haben meinen Weg gekreuzt und sind von rechts nach links rüber gezogen ?!? Zweimal hab ich mich kurz bei jemand hinten rein gehängt, aber beide waren mir ehrlich zu langsam. An der zweiten Boje sind alle in einer Pisskurve nach links. Das Ziel war absolut nicht zu sehen, weil wir gegen die Sonne geschwommen sind. Ich hatte aber so was wie einen Orientierungspunkt und wusste, dass das Ziel etwas rechts davon liegen würde. Und weil es bei mir soo gut lief, bin ich wieder ganz alleine rechts neben dem Feld her geschwommen. Teilweise waren die soweit links von mir, dass ich schon Angst hatte, dass ich falsch bin. Aber dann kam eine Markierungsboje noch ein paar Meter weiter rechts von mir. Da wusste ich, dass alle anderen falsch sind 🙂 Und so bin ich 4,0 km ganz alleine geschwommen. In einem super Rhythmus und so wunderbar gerade, dass ich mich selbst drüber freue! 😉 Kein Linksdrall, kein Rechtsdrall. Wenn es nur immer so wäre… Schon beim ins Wasser gehen hab ich gemerkt, dass der Neo heute besonders gut sitzt. Ich hab auch soo lange rumgezupft. Es konnte also fast nur gut werden 😉 Die Schwimmzeit ist 1:07:04. Hätte ich mir von Anfang an schnelle Beine gesucht, wäre schon noch was gegangen. Aber so hab ich es ehrlich gesagt richtig genossen!

Der Wechsel war mal wieder topp. Zweit schnellste Wechselzeit aller Damen oder so. Wunderbar *freu* Das sind halt so meine kleinen Freuden 🙂 Und das Radfahren ging richtig gut los. Hab mir bevor ich in die Schuhe rein bin schon mal ein PowerBar Gel reingedrückt, um am Kalvarienberg nicht leer zu gehen. Es lief von Anfang an rund. Auch meine Beine waren diesmal nicht zu, wie sonst so oft. Was am Schwimmen lag, denn ich hab mich sehr darauf konzentriert den Bauch anzuspannen um nicht so durchzuhängen und weil ich so gerade aus geschwommen bin, hab ich nur ungefähr jeden fünften Zug nach vorne geschaut und meinen Kopf also nicht so oft hoch nehmen müssen, was meine LWS immer ins Holkreuz zwingt. Es lief also. Allerdings hat mir mein Wattmesser verraten, dass ich gute 15-20 Watt hinter meiner Leistung von Lanzarote liege. Tja, ich weiß schon wo ich die in den letzten Wochen seit Lanza liegen gelassen habe :-/ Ich hab es auch so erwartet! Ganz ehrlich. Woher hätte es denn kommen sollen? Na, egal. Trotzdem lief es rund und viel besser, als ich mir erhofft hätte. Wie in Karlsfeld. Nicht Bestleistungszeiten, aber rhythmisch und rund.

Ab Oberstaufen hab ich mich mit der späteren Siegerin in meiner AK und der Nr. 105 aus Brasilien etwas gekaddelt. Bergauf haben mich beide überholt, bergab hab ich jeden Rückstand wieder weg gemacht 🙂 Wenn die so die Berge runter geheizt wären wie ich, hätten die mir locker 5-10 Minuten abgenommen, aber so… Kein Problem. Ungefähr bei km 80 hatte ich plötzlich einen waaahnsinnigen Cola Hype. Und gleichzeitg hab ich gemerkt, dass es in meinem Magen etwas grummelt. Es war mehr als genug drin! Ich war echt gut mit Verpflegung heute, aber es ist nicht weiter gekommen. Und bei km 100, an der langen Steigung beim Niedersonthofener See ging dann nichts mehr. Ich hatte ein Energie Loch. 🙁 Mich hat so richtig die Kraft verlassen. Die kurzen steilen Dinger wäre ich fast nicht mehr hoch gekommen. Krass. An diesem Berg hab ich von meinem beiden Mitstreiterinnen eine deftige Packung bekommen, die mich dann später auch den Sieg gekostet hat. Da hab ich die entscheidenden Minuten verloren 🙁 Und das ärgert mich, denn beim Radfahren verliere ich selten ein Rennen. Beim Schwimmen, ja, da lasse ich öfter mal Zeit liegen. Beim laufen – oh je, ständig. Aber beim Radfahren? Ich? Nein! Ärgert mich!!! Ehrlich.

Auf der Laufstrecke angekommen hab ich mich sofort mich Cola versorgt. Ich weiß, dass das in dem Fall hilft. Mein Magen fängt wieder an zu verdauen und gibt endlich die Energie aus dem Mehrfachzuckern an das Blut weiter. Manchmal brauch ich aber den Einfachzucker, um das Anzustoßen! Das Insulin oder so. Was weiß ich. Auf jeden Fall was das auch heute so. Mein Rücken hat auch noch gezickt, und die ersten Meter bin ich sehr nach vorne gebeugt gelaufen… Aber das ging dann und nach 2-3km bekam ich wieder Energie und bin in einen schönen, gleichmäßigen, saubern Lauf übergegangen. Toll :-/ Zwei Runden bin ich kontrolliert gelaufen und in der letzten hab ich dann noch mal richtig zulegen können! So richtig, richtig. Auf die nun Viertplatzierte hab ich auf den letzten 8 km 1:30 gut gemacht (hat mir ihr Freund / Betreuer gesagt..) Sauber! Es lag also gar nicht an der schlechten Form oder sonst was. Es war echt nur das Energieloch. Ich bin sogar noch schneller als die Gewinnerin meiner Ak gelaufen. Aber einholen konnte ich sie nicht mehr. Auch die Zweitplatzierte hab ich nicht mehr bekommen. Ging heut einfach nicht. Leider. Grundsätzlich hätte ich es drauf gehabt. Wenn ich wie immer Rad gefahren wäre, hätte nichts anbrennen dürfen. Aber gut, die Form von Lanza hab ich nicht mehr. Hätte ich nicht den Einbruch gehabt, wäre es sich wahrscheinlich ausgegangen. Dann wäre ich vor ihr oder mit ihr vom Rad gekommen und dann hätten wir es ausgelaufen. Und wenn ich dann auch so gelaufen wäre… Naja. Hätte, würde, wenn. Klar. Aber beim Radfahren :-(((( Das schmerzt schon. Erst hat noch die Freude über das tolle Schwimmen und den super Lauf überwogen (2:34:55, abzüglich der ersten paar Kilometer bis die Energie wieder da war – und ab km 20 dermaßen den Turbo gezündet – topp! Einfach topp! Bin ich voll zufrieden mit! Aber bei der Siegerehrung hat dann doch der Frust überwogen. Das ändert sich momentan von jetzt auf gleich.

Naja, hat nicht sollen sein heute. Nun heißt es volle Regeneration bis Wiesbaden. Schließlich muss ich in 14 Tagen einen 70.3 machen 🙂 Hehe. Könnte tatsächlich klappen. Wie gehofft, sind 30 km nicht ganz so schlimm. Erst ab km 30 fängt die Zerstörung wirklich an. Ich kann schon fast normal laufen und Treppen steigen. Des wird scho in zwei Wochen! Und wenn ich mit wehenden Fahnen untergehe, dann hab ich es wenigstens mal ausprobiert, wie das so ist, alle zwei Wochen einen Wettkampf jenseits der Kurzdistanz zu absolvieren – schließlich ist das ja heute das Normalste der Welt….

Karlsfelder Triathlon

Zweiter Platz hinter Yvonne Rüger-Krömker. Das allerdings mit einem Rückstand von 7 Minuten und 56 Sekunden 🙂 Darf hier ruhig erwähnt werden. Stört mich auch gar nicht. Erstens ist die Yvonne von Haus aus schneller als ich und zweitens hat sie in drei Wochen ihren Saisonhöhepunkt und ist damit fit wie ein Turnschuh. Drei Wochen vor Lanzarote war ich auch spritziger und fitter. Trotzdem hätte es nie im Leben gereicht um sie auch  nur zu gefährden. Das ist klar! 🙂

Ist mir aber auch ganz egal, denn ich bin einfach nur froh, dass es bei mir von Anfang an rund gelaufen ist! Wirklich rund! Und das bei aktueller Lage. Ich hab mich seit Lanzarote leider nicht so gut regeneriert wie erhofft. Es läuft nicht so gut und ich finde einfach meinen Trainingsrhythmus nicht. Tausend Gründe… Dementsprechend skeptisch bin ich gestern ins Rennen gegangen und konnte nur hoffen, dass es trotzdem gut läuft. Denn aus der Vergangenheit weiß ich, dass ich manchmal gerade an solchen Tagen richtig gut bin. Manchmal aber auch nicht 😉 Und so hätte es auch gestern grandios in die Hose gehen können und ich hätte genau gewusst warum. Also war ich skeptisch. Berechtigter Weise 🙂

Das Schwimmen war aber dann schon genial. Ich bin losgestürmt und war gleich unter den ersten. Erst war ich Zweite, dann kam von rechts noch ein kleiner Haufen und zwei überholten mich. Ab der ersten Boje waren wir zu viert oder fünft, die Yvonne weit vor uns. Hey, was will ich mehr als im ersten Verfolgerfeld aus dem Wasser zu kommen und zu wissen, dass die gesamte Startgruppe hinter mir ist? Geiles Gefühl! Endlich ein gutes Schwimmen!

Radfahren war wunderbar. Ebenfalls von Anfang an ein guter Rhythmus. 36,7 km/h. Ich war neugierig, hab am Ende der Radstrecke extra auf dem Tacho herum gedrückt ;-)) Wunderbar!

Laufen, oh je. Ich bin genau mein Tempo losgelaufen. Am ersten Wendepunkt hab ich gemerkt, dass die Kristina Brandl näher gekommen ist. Beim Radfahren hab ich ihr etwas davon fahren können, aber schon auf 2,5km hat sie das wieder reingelaufen. Na gut, das wird wohl nichts werden. Die nächsten 2,5km bin ich eigentlich in meinem Tempo weitergelaufen. Im Stadion war sie dann noch ein Stück näher dran, aber sie hat mich noch nicht eingeholt. Ok nun bin ich also immer noch Zweite und möchte das auch bleiben! Die Kristina ist nun schon 5km schnell gelaufen, um mich einzuholen. Ich hab mein Ding gemacht, also sollte ich jetzt mal etwas zulegen können. Gedacht, getan. Ich konnte das Tempo leicht hoch schrauben. Am zweiten Wendepunkt war sie noch ein Stück näher gekommen, aber hatte immer noch nicht überholt! Wir sind uns schon innerhalb der Verpflegung  begegnet! Was werden das gewesen sein? Hm, naja, 20-30 Sekunden? Ich hab sie angeschaut und ihr zugerufen „jetzt laufen wir es aus!“ Ich weiß nicht, ob sie es gehört hat (aber ich hoffe es natürlich – sorry, war halt Wettkampf und ein bisschen taktisches Geplänkel muss halt auch sein.) Und dann bin ich an mein Limit gegangen. Jetzt erst mal klar machen, dass ich ihr davon laufen kann. Wenn sie bei so kurzem Abstand gemerkt hätte, dass sie sich noch ransaugen kann, hätte ich es wohl nicht mehr geschafft. Aber wenn sie merkt, dass ich ihr davon laufe, dann steckt sie vielleicht auf. 😉 Zumindest waren das so meine Gedanken, wer weiß, was sie sich in dem Moment gedacht hat. Also, so kam es dann auch. Ich konnte ihr davon laufen! Juchuu! Laufen ist ja nicht so mein Ding und ich muss zugeben, sie hat echt schnell ausgeschaut! Hat mir sogar noch eine Bekannte danach gesagt, dass sie den selben Eindruck hatte. Also, wie soll ich die in Schacht halten? Dementsprechend happy bin ich, dass es sich ausgegangen ist! Es war ein toller, fairer Wettkampf. Und es bewahrheitet sich mal wieder: Es muss gar nicht der erste Platz sein. Eine einzige Konkurrentin reicht, um einen tollen Wettkampf zu haben! Mir zumindest.

Ironman Lanzarote

12. Platz gesamt, 10. Platz Pro Damen, 10:48:49. Sw 1:01:37, T1 4:02, R 5:50:37 :-), T2 3:53, L 3:48:41.

Und das Beste: Innerhalb der 8% Regel! D.h. 500 Euro Preisgeld für den 10. Platz!!! Jippie! Top Ten (zumindest bei den Pros) und Preisgeld. Zwei Ziele erreicht. Nur das Schwimmen versaut und beim Laufen wieder mal eingebrochen. Und ich weiß diesmal gar nicht warum. Eigentlich hat alles gepasst. Keine Ahnung. Kotzt mich schon an. Hätt sich ja mal bis zum Schluss ausgehen können, wenn es schon so gut läuft. Naja. Trotzdem. Eine geile Radzeit – Grüße nach Istrien!!! Und die zwölft beste Zeit aller Frauen, die am Start waren. Und dann noch 500 Euro verdient. Geil! 🙂
Ich möchte mich auch noch bei euch allen für die zahlreichen Mails, SMS und Anrufe vor und nach dem Rennen bedanken! Erstens freut es mich wahnsinnig, wenn ich merke wie viele Leute an so einem Tag an mich denken 🙂 Und zweitens hilft es durchaus im Kampf gegen die Uhr. Zu wissen, dass der ein oder andere daheim vorm Live Ticker sitzt und ungeduldig auf die nächste Rundenzeit wartet… Von der Endzeit ganz zu schweigen. Also, das hat mich auf meinen letzten Kilometern sehr motiviert! Ich war nie ganz alleine da draußen…

Und hier der ausführliche Bericht: Ich bin richtig schlecht geschwommen. Ich verstehe es einfach nicht. Ich war, was das Schwimmen anbelangt, so zuversichtlich, dass es klappen könnte. Im Becken ging es zuletzt so gut und schnell wie noch nie. Also hätte ich wenigstens eine kleine Verbesserung erwarten können. Aber es läuft halt auch nur an guten Tagen richtig schnell im Training. Die schnelle, gute Technik ist einfach noch nicht automatisiert und lässt sich im Gedrängel, mit Kinnhaken und Schlag auf die Brille, etc. nicht umsetzten. Richtig ins Schwimmen bin ich auf den letzten 700m gekommen. Der Rest war einfach nur wildes Geplantsche 🙁
Ich hatte dann erst mal einen moralischen Knacks auf dem Rad. Ich hab zwar schnell gewechselt und bin zügig los geradelt, weil ich ja wusste, dass der Tag noch lang ist. Aber ich war echt moralisch angeschlagen. Ich hab aktiv versucht die negativen Gedanken auszublenden. Aber etwa zwei Minuten später hab ich mich ertappt, wie ich wieder mit mir gehadert habe. Wahnsinn. Hat eine Zeit lang gedauert, bis ich da raus war und meinen Tritt gefunden hatte. Und bis dahin wurde ich schon von zwei Frauen überholt und später dann noch mal von Zweien. (ungewohnt…) Die waren echt zügig. Allerdings immer nur bergauf! Bergab bin ich dann wieder an ihnen vorbei geflogen. Aber aufgrund der langen Anstiege sind sie mir davon gefahren. Hm. Erst hatte ich nicht den gewohnten Druck beim Bergauffahren. Außerdem hatte ich sechs Stunden lang Rückenschmerzen. Zum Teil stechend und so schlimm, dass ich unmittelbar mit einer ISG Blockade gerechnet habe. Das Schwimmen… Eine Stunde im Neo, im Holkreuz, mit ständigem Kopf nach vorne oben nehmen und dadurch noch mehr ins Holkreuz gehen zu müssen, das geht einfach noch nicht. Genau so war es ja auch in Hawaii, aber da war ich ja akut angeschlagen. Heut war ich eigentlich seit drei Wochen oder so vollkommen beschwerdefrei. Aber eine Stunde Neoschwimmen geht nicht (auch im Training spüre ich das). Naja, die hab ich so gut es geht ignoriert. Bin oft am Oberlenker gefahren, auch schon bei 20km/h, wenn nicht unmittelbar Gegenwind war. Ein paar mal Dehnen und ein paar mal Zähne zusammen beißen und tief auf den Auflieger legen weil starker Gegenwind. Aua! Aber es hat gehalten!
Ich hatte also keinen richtigen Druck an den Bergen. Aber ich bin vom Gefühl her richtig locker und rund hochpedaliert, mit fast 90 Trittfrequenz. Und die Wattzahlen waren auch über 200. Also vom Gefühl her war ich richtig gut und rund unterwegs. Deshalb hab ich die dann ziehen lassen und versucht wie vor zwei Jahren voll mein Ding durchzuziehen. Hab mir immer wieder gesagt „Geduld haben, Geduld haben.“ Zwischendrin hab ich natürlich des Öfteren gezweifelt ob diese Strategie wirklich aufgehen wird. Naja, also nach 5:50 Stunden hat sie es!!!! Drei der vier Mädels hab ich in bzw. kurz nach der Abfahrt vom Mirador del Rio stehen lassen. Ja, stehen lassen. Die eine schon einmal in den Serpentinen vom Mirador del Haria runter :-))) *sorry* Hey, im Training würde ich NIE so abfahren!!! Ich bin einfach sooo eine Wettkampfsau. Ich bin echt Harakiri runter gefahren! GEIL! :o)) Das hat Spaß gemacht! Ja! Naja, und bei Rückenwind und 1-3% Steigung von Arrieta bis Tegesuite und dann von Teguise bis Conil. Mensch, da bin ich einfach ein Rolleur par excellance!!! Echt. Ich hab keine Ahnung, warum es da so gut bei mir läuft, aber da lass ich Mädels und Jungs hinter mir. Wahnsinn 🙂 Also, bis zur Wechselzone hatte ich alle wieder 🙂 Meine Strategie des Geduld habens ist tatäschlich aufgegangen und nicht nur das! Ich musste nicht wie vor zwei Jahren die letzten 20km richtig drücken, sondern ich bins einfach ‚locker’ heimgefahren. Ich hatte SUPER Beine! Fast nichts tat weh. Es war einfach perfekt.
Der Wechsel lief gut. Ich bin für meine Verhältnisse zügig und total locker losgelaufen. Und schon auf dem ersten Kilometer wurde ich von allen Dreien plus Hillary Biscay, die ich anscheinend überwechselt hatte, überholt. Nein, stehen gelassen 😉 So wie ich sie auf der Radstrecke stehen gelassen habe. Also, die sind dermaßen schnell an mir vorbei, dass ich keinerlei Gedanken daran verschwendet habe mein Tempo auch nur um einen Schritt zu erhöhen. Entweder die kommen so durch, oder nicht, aber dem kann ich nichts entgegen setzen. Sie sind dann auch alle durch gekommen. Und in was für Zeiten! Respekt… Einzig Hillary Biscay wäre noch eine Zeit lang in Schlagweite gewesen.
Die erste große Runde lief ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Locker, leichtfüßig, zügig. Super! Ab km 20, naja, 25 ging es dann rapide bergab. Meine vorderen Oberschenkel wurden hart, härter, steinhart, ein falscher Schritt und ich hätte Krämpfe bekommen.. Aua! Dementsprechend konnte ich mein Tempo nicht mehr halten. Ich habs wirklich versucht. Hab ständig hin und her gerechnet, wie viel Vorsprung die Erstplatzierte vor mir hat. Hinter mir kam längere Zeit nichts, also quasi keine Gefahr von Hinten. Also nur nach vorne schauen, gegen die Uhr laufen. Erst hab ich mal geschätzt, dass die erste rund 6km Vorsprung hat. Das wären bei einem 5er Schnitt ja nur 30 Minuten, also noch in der 8% Spanne. Aber als ich dann mal meine Runden gestoppt hatte, und bei 33 Minuten für eine halbe war, da hab ich dazu gezählt, wie lange ich zu dem Punkt brauche, als ich die Erste zuletzt sah. Und da hab ich eigentlich nicht mehr dran geglaubt, dass es reichen könnte. Zuletzt war meine Motivation, wenigstens noch eine 3:4xer Zeit zu machen. Ich hab gekämpft. Ich hatte so harte Oberschenkel und solche Schmerzen. Ich hab schon größere Schmerzen ausgehalten und einfach weiter gelaufen, aber da das Preisgeld vermeintlich weg war und von hinten niemand kam, war es heute nicht ganz so leicht nur noch gegen die Uhr zu laufen. Trotzdem wollte ich nicht wieder eine 3:5x Marathonzeit. Ich kanns doch schneller…. :-/ Das hat mich ehrlich gefrustet. Es lief so gut und dann wieder so ein Einbruch. Hat es was mit den Rückenschmerzen zu tun? Bestimmt. Aber eigentlich machen meine hinteren Oberschenkel zu. Damit hab ich ja irgendwie gerechnet. Aber die vorderen? Keine Ahnung. Zu schnell angegangen? Vermutlich, aber vom Gefühl her echt locker. Das kann gar nicht zu schnell gewesen sein. Verpflegung war auch einwandfrei. Was ich heut gegessen und getrunken habe! Mein Magen war richtig gut heute. Klar war es richtig heiß und bei Hitze kann ich ja eigentlich nicht so gut. Aber es gab kalte Getränke, Eis, kalte Cola, kalte Schwämme. Ich konnte mich wirklich gut kühlen. Hab es deshalb nicht als so heiß empfunden. Bis auf ein paar Stellen, wo die Gluthitze echt zwischen den Hotels stand. Naja, trotzdem wird es das wohl gewesen sein. Auf der ersten Hälfte des Marathons doch zu wenig getrunken. Aber nein, eigentlich nicht. Ich hatte ja sogar schon einen Wasserbauch. Egal. Ich weiß es nicht :-/ Das ärgert mich. Im Moment überwiegt noch etwas die Enttäuschung, aber die Freude über den 12. bzw. 10. Platz und das Preisgeld gewinnt immer mehr die Oberhand.
Trotzdem werde ich da morgen bei der Siegerehrung nicht ganz freudig oben stehen, denn eigentlich bin ich ja 12. und ich bin ja dafür, dass die ersten Zehn als beste Zehn geehrt werden. Vielleicht machen sie das ja sogar, weil die Zweitplatzierte ist ja eine Agegrouperin aus der AK 20-25 oder so…. Wahnsinn, oder? Also müssen alle andern Pro Damen ja auch ein schlechtes Gewissen haben… Falls sie es tatsächlich so machen würden, wäre ich natürlich erst mal fürchterlich enttäuscht, aber die Gerechtigkeit würde siegen! Und ich würde es den beiden gönnen. Sie waren schneller als ich und somit gehören sie auf die Tribüne. Preisgeld hin oder her. Außerdem möchte ich erwähnen, dass ich Zehnte von zehn Profidamen geworden bin. Zwei mussten aufgeben und mehr waren dann letztlich nicht am Start. So viel Realismus muss schon sein…. Und das ist mir durchaus sehr bewusst, dass das so ist!
Naja, was solls. Ich hab mich angestrengt und mein Bestes gegeben, was heute möglich war. Ich hab nicht aufgesteckt und nicht aufgegeben. Bis aufs Radfahren lief es wie immer: mittelprächtig. Trotzdem kann ich mit der zwölften Tagesbestzeit mehr als zufrieden sein! Wenn ich nur daran denke, wie viele Männer ich hinter mir gelassen habe und wie viele nicht im Stande sind, eine 10:48 zu laufen. Des passt also scho!
Jetzt wird erst mal regeneriert und dann freu ich mich schon auf die nächsten Wettkämpfe und ganz besonders auf Immenstadt. Das ist doch ein gutes Zeichen!