Karlsfelder Triathlon, 15.07.2012

Lauf

Lauf

Dritter Platz beim Karlsfelder Triathlon, eine Woche nach Roth 🙂 Wäre die Laufstrecke 500m länger gewesen, wäre ich noch Zweite geworden. Ich habe eine tolle Aufholjagd gestartet, aber es fehlten elf Sekunden. Ein tolles Rennen, ein super Finish – da wird man gerne auch mal Dritte. Es bleibt ja auch im PowerBar Team Elite 🙂 Aber der Reihe nach:

Das Schwimmen war super. Alle Damen in einer Startgruppe. Heike Funk stand ganz rechts und ich hab mich ganz links hin gestellt. Zufall. Also haben wir zwei Züge aufgemacht. Das muss von außen bestimmt schön anzusehen gewesen sein. Natürlich konnte ich Heike nicht halten, aber ich bin als ca. Fünfte aus dem Wasser – zusammen mit der späteren Siegerin Astrid Zunner-Ferstl und der Viertplatzierten Kristina Brandl. Um uns herum nur langsamere Schwimmer aus der Startgruppe vor uns. Ein einsames Schwimmen. So macht Triathlon Spaß!

Das Radfahren war auch nicht schlecht. Der Wind blies so heftig wie letzte Woche in Roth. Aber wir hatten ein absolut faires Rennen. Wir Frauen starteten zehn Minuten nach der ersten Startgruppe, deshalb war kein einziger schneller Agegrouper in unserer Nähe, bei dem man mitfahren hätte können. So war Windschatten bei uns vorne kein Thema. Super! So macht Triathlon Spaß!

Rad

Rad

Beim Laufen war wie am Rothsee gleich klar, dass gegen Astrid kein Blumentopf zu gewinnen ist. Sie ist eine 40:34 hinten drauf gelaufen. Sauber! Aber für mich tat sich in der zweiten Runde noch eine Chance auf, den zweiten Platz zu erlaufen. Ich hatte zwei Minuten Rückstand, aber mir wurde gesagt, dass Heike Funk schon beißen muss. Ok, das war Motivation, denn ich hatte gute Beine – bis auf die linke Wade. Aua. Überhaupt hab ich fast jede Problemstelle von letzter Woche gespürt. Die linke Wade, der linke Oberschenkel und der Magen. Und im Ziel hatte ich fast Krämpfe. Tja, doch nur eine Woche nach ‚ner Langdistanz 😉

Ich habe wirklich den Turbo gezündet und bin bis auf 10 Sekunden an Heike heran gelaufen. 500m längere Laufstrecke, dann hätte ich sie gehabt. Meint Heike. Ich glaube ja, 250m hätten auch gereicht ;-)) Genial! So macht Triathlon Spaß!

Siegerehrung

Siegerehrung

Es war ein schöner Wettkampf, ein kleines Trostpflaster für Roth und eine Qual von Anfang an, eine Woche danach 😉 So macht Triathlon Spaß!!!!

Karlsfelder Triathlon

Zweiter Platz hinter Yvonne Rüger-Krömker. Das allerdings mit einem Rückstand von 7 Minuten und 56 Sekunden 🙂 Darf hier ruhig erwähnt werden. Stört mich auch gar nicht. Erstens ist die Yvonne von Haus aus schneller als ich und zweitens hat sie in drei Wochen ihren Saisonhöhepunkt und ist damit fit wie ein Turnschuh. Drei Wochen vor Lanzarote war ich auch spritziger und fitter. Trotzdem hätte es nie im Leben gereicht um sie auch  nur zu gefährden. Das ist klar! 🙂

Ist mir aber auch ganz egal, denn ich bin einfach nur froh, dass es bei mir von Anfang an rund gelaufen ist! Wirklich rund! Und das bei aktueller Lage. Ich hab mich seit Lanzarote leider nicht so gut regeneriert wie erhofft. Es läuft nicht so gut und ich finde einfach meinen Trainingsrhythmus nicht. Tausend Gründe… Dementsprechend skeptisch bin ich gestern ins Rennen gegangen und konnte nur hoffen, dass es trotzdem gut läuft. Denn aus der Vergangenheit weiß ich, dass ich manchmal gerade an solchen Tagen richtig gut bin. Manchmal aber auch nicht 😉 Und so hätte es auch gestern grandios in die Hose gehen können und ich hätte genau gewusst warum. Also war ich skeptisch. Berechtigter Weise 🙂

Das Schwimmen war aber dann schon genial. Ich bin losgestürmt und war gleich unter den ersten. Erst war ich Zweite, dann kam von rechts noch ein kleiner Haufen und zwei überholten mich. Ab der ersten Boje waren wir zu viert oder fünft, die Yvonne weit vor uns. Hey, was will ich mehr als im ersten Verfolgerfeld aus dem Wasser zu kommen und zu wissen, dass die gesamte Startgruppe hinter mir ist? Geiles Gefühl! Endlich ein gutes Schwimmen!

Radfahren war wunderbar. Ebenfalls von Anfang an ein guter Rhythmus. 36,7 km/h. Ich war neugierig, hab am Ende der Radstrecke extra auf dem Tacho herum gedrückt ;-)) Wunderbar!

Laufen, oh je. Ich bin genau mein Tempo losgelaufen. Am ersten Wendepunkt hab ich gemerkt, dass die Kristina Brandl näher gekommen ist. Beim Radfahren hab ich ihr etwas davon fahren können, aber schon auf 2,5km hat sie das wieder reingelaufen. Na gut, das wird wohl nichts werden. Die nächsten 2,5km bin ich eigentlich in meinem Tempo weitergelaufen. Im Stadion war sie dann noch ein Stück näher dran, aber sie hat mich noch nicht eingeholt. Ok nun bin ich also immer noch Zweite und möchte das auch bleiben! Die Kristina ist nun schon 5km schnell gelaufen, um mich einzuholen. Ich hab mein Ding gemacht, also sollte ich jetzt mal etwas zulegen können. Gedacht, getan. Ich konnte das Tempo leicht hoch schrauben. Am zweiten Wendepunkt war sie noch ein Stück näher gekommen, aber hatte immer noch nicht überholt! Wir sind uns schon innerhalb der Verpflegung  begegnet! Was werden das gewesen sein? Hm, naja, 20-30 Sekunden? Ich hab sie angeschaut und ihr zugerufen „jetzt laufen wir es aus!“ Ich weiß nicht, ob sie es gehört hat (aber ich hoffe es natürlich – sorry, war halt Wettkampf und ein bisschen taktisches Geplänkel muss halt auch sein.) Und dann bin ich an mein Limit gegangen. Jetzt erst mal klar machen, dass ich ihr davon laufen kann. Wenn sie bei so kurzem Abstand gemerkt hätte, dass sie sich noch ransaugen kann, hätte ich es wohl nicht mehr geschafft. Aber wenn sie merkt, dass ich ihr davon laufe, dann steckt sie vielleicht auf. 😉 Zumindest waren das so meine Gedanken, wer weiß, was sie sich in dem Moment gedacht hat. Also, so kam es dann auch. Ich konnte ihr davon laufen! Juchuu! Laufen ist ja nicht so mein Ding und ich muss zugeben, sie hat echt schnell ausgeschaut! Hat mir sogar noch eine Bekannte danach gesagt, dass sie den selben Eindruck hatte. Also, wie soll ich die in Schacht halten? Dementsprechend happy bin ich, dass es sich ausgegangen ist! Es war ein toller, fairer Wettkampf. Und es bewahrheitet sich mal wieder: Es muss gar nicht der erste Platz sein. Eine einzige Konkurrentin reicht, um einen tollen Wettkampf zu haben! Mir zumindest.