Challenge Henley, UK – Meine zehnte Langdistanz!

Geschafft! Erneut Top Ten. Ziel erreicht. Glücklich, zufrieden, urlaubsreif! Sechster Platz in 10:32:46 beim Challenge Henley-On-Thames, England

Was soll ich sagen?

Meine insgesamt zehnte Langdistanz seit 2004.

Viermal Top Ten Overall (Roth 05, Roth 11, Henley 11, Bodensee 07)

Ein Gesamtsieg (Bodensee 07)

Dreimal Top Ten Pro Women (Roth 11, Henley 11, Lanzarote 10)

Einmal Hawaii (08)

Zweimal Sieg in der Altersklasse (Roth 07, Lanzarote 08)

Einmal Vizedeutsche Meisterin (Roth 07)

Einmal Deutsche Meisterin im Herzen (Roth 05, hatte kein Kreuz bei der DM Wertung gemacht…)

 

WAHNSINN!!!

 

Was mag noch kommen? Ein Ziel ist auf jeden Fall, den Marathon hinten drauf unter 3:30 zu laufen. Und schön wäre natürlich, dabei auch unter fünf Stunden beim Radfahren zu bleiben. Also unter einer Stunde schwimmen + unter fünf Stunden Rad fahren + unter 3:30 Stunden laufen + insgesamt fünf Minuten zum Wechseln wären ja dann 9:35 Endzeit. Das wäre doch super. Das probiere ich nächstes Jahr mal 🙂 Wenn dann wieder Top Ten in Roth raus springen, ich noch mal diese geniale Siegehrung vom Podest aus erleben darf und die Party danach feiern kann, dann wird das ein verdammt gutes Jahr 🙂 So wie 2011. Wenn ich zurück blicke, war das definitiv eine GEILE Saison! Das ist das beste Wort dafür 🙂 Ich freue mich sehr auf nächstes Jahr! Es ist unglaublich, dass das Ende der Reise noch nicht absehbar ist. Es macht mich sehr glücklich und zufrieden, dass ich das erleben darf! Aber jetzt mach ich erst mal Urlaub! Zwei bis drei Wochen wandern, ohne Triathlon! Darauf freue ich mich nun fast genauso.

Und nun zum Rennen. Es war kalt! Das aller schönste für mich war das Schwimmen. Ich liebe es, in solchen Gewässern zu schwimmen. Mir hat auch der WakenitzMan super gefallen und die Themse ist super! Klares Wasser und ein wunderschönes Ufer. 15,5 Grad warm 😉 Es hatte Nebel am Morgen und nur ca. 50m Sicht. Vielleicht mehr oder weniger, ist sehr schwer abzuschätzen vom Wasser aus. Auf jeden Fall nicht genug, um die nächste Boje zu sehen. Aber da es nur den Fluss entlang ging war das nicht soo ein großes Problem. Die ersten 1,9km wurden gegen die Strömung geschwommen, die zweiten 1,9km mit. Ich konnte leider die schnelle Gruppe vor mir am Anfang nicht erwischen und arbeitete mich dann im Wasserschatten eines Mitschwimmers zu den nächsten Schwimmern vor uns heran. Die Gruppe davor war komplett im Nebel verschwunden. Witzig. Noch vor dem Wendepunkt waren wir an den sechs Schwimmern dran und auch gleich vorbei. Bis zum Wendepunkt. Dort waren sich meine Mitschwimmen nicht einig welchen Weg es zu schwimmen galt. Aber die Ansage war klar. Gelbe Bojen immer rechts und orange immer links. Also hab ich eine 90° Wende gemacht und bin gleich um die gelbe Boje und war vorne. Dann haben sich alle anderen in meinen Wasserschatten gehängt. Die Gruppe, der wir weg geschwommen waren, hatte inzwischen schon gut Abstand. Und vor mir war genau ein einzelner Schwimmer zu sehen, dann Nebel. Ein genialer Anblick. Ich führte dir Gruppe die ganzen 1,9km bis zum Ziel zurück an. Ich hab mich zwei oder dreimal umgesehen, weil ich es nicht glauben konnte, dass ich die Gruppe führe und alle schön wie an einer Perlenkette in meinem Wasserschatten hingen. Genial. Vor dem Schwimmausstieg drehte ich mich ein letztes Mal um, denn ich wollte nun auch als erste von uns aus dem Wasser und da stellte ich fest, dass ich sogar noch ein Loch gerissen habe. Ich habe sogar noch zwei, drei Rückenzüge eingelegt, um den Anblick zu genießen und bin dann kopfschüttelnd zum Wasserausstieg. Geil! Echt 🙂 Das war mal super! Nicht die schnellste Schwimmzeit (1:02:46), denn da wären mir schnelle Beine, die mich gezogen hätten, lieber gewesen, aber auch mal richtig toll.

Auf dem Rad hatte ich dann aufgrund der kalten Finger enorme Probleme. Schon das Wechseln hat ewig gedauert. Mit nassen Händen die Ärmlinge anzuziehen ist ja schon schwer, aber das die Finger auch noch kalt und steif sind, daran hatte ich  nicht gedacht. So hat der Wechsel mal länger gedauert. Ich hab mir dann gleich den ersten PowerBar ins Trikot und unter die Windweste geschoben, damit er warm wird und leichter zu kauen ist. Das hab ich die vollen 180km gemacht. PowerBar halb gegessen, wieder ins Trikot, nächste Hälfte gegessen, nächsten PowerBar ins Trikot. Das aller schwerste war, den ersten PowerBar mit steif gefrorenen Fingern aus der vollgestopften Oberrohrtasche zu bekommen. Das hat etwas Zeit gekostet… Aber egal. Ernährung ist hinten raus wichtiger als ein paar Meter aufrecht im Wind zu sitzen und rumzufummeln. Es war kalt, windig, nass, hügelig und der Asphalt total rau. Gemein! Ich habe 5:39:07 für die 180km und 1800hm gebraucht. Aber es war ein unglaublich faires Fahren, da relativ wenig Leute auf der Radstrecke waren und sich das super zerfahren hat! Dem Wellenstart sei dank kam es nicht wirklich zu größeren Gruppen. Super. In der letzten Runde muss ich gestehen hatte ich Probleme mit der Kälte. Meine Muskeln wurden einfach hart vor Kälte. Das hab ich auch auf der gesamten ersten Laufrunde gespürt. Erst hab ich gedacht, ich bin schon so k.o., aber in der zweiten Runde war ich warm und es lief richtig gut. Daher schiebe ich es allein auf die Kälte. Auch die dritte Laufrunde war noch ziemlich gut. Bei km 30 hab ich mich so locker gefühlt wie schon lange nicht mehr. Erst auf der letzten Runde wurde es richtig schwer für mich. Da die erste Runde noch wegen der Kälte zu langsam war und hinten rum eine sehr lange Strecke auf Gras zu laufen war, geht die Laufzeit von 3:44:34 absolut in Ordnung. Ich habe mich auch nicht bis zum Umfallen gequält wie in Roth. Nach hinten hatte ich über 12 Minuten Vorsprung und Celia Kuch lief konstant zwischen fünf und sieben Minuten vor mir. Es war also alles in Ordnung, ich musste es nur heim laufen. So bin ich nach 10:32:46 ins Ziel gelaufen. Perfekt! Ein schöner Tag, ein schönes Saisonfinale, eine tolle zehnte Langdistanz und eine richtig schöne Finishermedaille. Jetzt hab ich mir den Urlaub redlich verdient…

2 Gedanken zu “Challenge Henley, UK – Meine zehnte Langdistanz!

  1. Servus Heike,
    gratuliere zu deiner großartigen Saision und zum wundervollen Finale in UK. Jetzt haste dir deinen Urlaub „verdient“. Und ich freue mich auf das kommende Jahr, wenn du bei uns im Kraichgau an den Start gehst. Da werde ich dich unterstützen – zumindest mit einem Plakat.

    Einen schönen Urlaub für dich mit vielen positiven Eindrücken wünsche ich dir.

    Salut

    Helmut
    P.S. Eine Wunsch hätte ich: Foto und Bericht zu deinem Stonehenge Besuch… DANKE !!

  2. Hallo Heike,
    da haben wir ja fast das gleiche gemacht 😉 Ich musste ganz schön kämpfen… gegen mich.

    Muss meinen Bericht auch noch schreiben. Finde deine „Zusammenfassung“ gut, dass muss ich mir auch mal vor Augen führen und so nieder schreiben.

    Und nun habe einen schönen Urlaub und genieße die Ruhe!

    Liebe Grüße,
    Anja

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