Erinnerungen an meine Triathlon-Anfangszeit

Vergangenes Wochenende habe ich mir vier Tage Trainingsaufenthalt bei meinen Eltern gegönnt. Ich hatte gehofft, dass es da zwei bis drei Grad wärmer ist als bei mir daheim, damit ich gescheit radln kann. So war es auch. Es war fast schon herrlich! 3-4 Grad über Null und bis auf den Sonntag auch Sonnenschein. Was will man nach drei Monaten Winter mehr?

Am Donnerstag hab ich noch ganz harmlos mit der großen Donaumoosrunde begonnen – 60km, wie früher. Am Freitag musste ich beim Laufen schon einen Kilometer dran hängen, weil die ‚große’ Laufrunde nicht gereicht hat um auf eine Stunde zu kommen. Am Samstagvormittag hatte ich 75 Minuten Tempowechsellauf auf dem Plan stehen. Also hab ich die zweitgrößte Runde gewählt, die ich bisher in Neuburg gelaufen bin. An die Donau, durch den Englischen Garten, am Donaukai entlang bis zur Staustufe Bittenbrunn, über die Donau und auf der anderen Donauseite zurück. Tja, denkste! Ich musste dann tatsächlich im Englischen Garten noch mal kreiseln, um auf meine 75 Minuten zu kommen. Unglaublich! Am Nachmittag ging das dann weiter. Ich habe mit Doris zusammen die früheren Grenzen meines damaligen Rad-Ereignishorizontes überschritten.

Rückblende: 😉 Ich habe 2000 wieder mit Sport begonnen, nachdem ich 1991 mit dem Kanurennsport aufgehört hatte um anschließend meine Jugend und meine Bundeswehrzeit mit Partys, Zigaretten und Alkohol mehr als zu genießen. 2002 bin ich dann bereits nach Wolfratshausen gezogen, d.h. ich habe nur zwei Jahre lang regelmäßig in Neuburg/Donau Rad und Lauf trainiert. Und das zu Beginn als Nichtsportler. Da war mein Radius natürlich nicht allzu groß. Ich war damals viel im Donaumoos unterwegs, weil mich Berge ganz schön forderten 😉 Die wenigen Ausfahrten in Richtung Altmühltal waren immer etwas Besonderes. Wenn ich es mal bis westlich von Burgheim geschafft habe, war ich schon stolz auf mich. Diesmal sind wir gleich bis Rain gefahren 😉 Damals undenkbar, aber wenn man 80 km fahren will, muss man halt weiter ausholen. Auf dem Rad fällt einem überhaupt erst auf, dass die Städte gar nicht so weit auseinander liegen. Der Kopf hat mir gesagt, dass ich ja schon sooo wahnsinnig weit weg von daheim bin, aber der Tacho hat was ganz anderes gesagt 😉 Mit dem Auto ist das irgendwie anders. Das war schon sehr interessant. Außerdem sind wir ein paar wunderbare kleine Straßen geradelt, von deren Existenz ist noch gar nichts wusste. Wunderbar!

Am Sonntag bin ich dann auf große 120km Runde gegangen. Die führte mich durchs Usseltal fast bis nach Wemding. Von dort in einer Schleife bis Sonthofen und übers Altmühltal wieder nach Neuburg. Damals quasi undenkbar 😉 Sonthofen hab ich noch nie mit dem Rad erreicht und diesmal bin ich es ja mit einer großen Schleife angefahren und hab es nur so nebenbei passiert 😉 Unglaublich!

Das war echt eine kleine Reise in meine Anfangszeit des Triathlontrainings. Da kommen nicht nur Erinnerungen hoch, sondern man merkt deutlich welche Leistungssteigerung in 10 Jahren doch stattgefunden hat. Das wäre mir so nie aufgefallen….  :-))))

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