Karlsfelder Triathlon

Zweiter Platz hinter Yvonne Rüger-Krömker. Das allerdings mit einem Rückstand von 7 Minuten und 56 Sekunden 🙂 Darf hier ruhig erwähnt werden. Stört mich auch gar nicht. Erstens ist die Yvonne von Haus aus schneller als ich und zweitens hat sie in drei Wochen ihren Saisonhöhepunkt und ist damit fit wie ein Turnschuh. Drei Wochen vor Lanzarote war ich auch spritziger und fitter. Trotzdem hätte es nie im Leben gereicht um sie auch  nur zu gefährden. Das ist klar! 🙂

Ist mir aber auch ganz egal, denn ich bin einfach nur froh, dass es bei mir von Anfang an rund gelaufen ist! Wirklich rund! Und das bei aktueller Lage. Ich hab mich seit Lanzarote leider nicht so gut regeneriert wie erhofft. Es läuft nicht so gut und ich finde einfach meinen Trainingsrhythmus nicht. Tausend Gründe… Dementsprechend skeptisch bin ich gestern ins Rennen gegangen und konnte nur hoffen, dass es trotzdem gut läuft. Denn aus der Vergangenheit weiß ich, dass ich manchmal gerade an solchen Tagen richtig gut bin. Manchmal aber auch nicht 😉 Und so hätte es auch gestern grandios in die Hose gehen können und ich hätte genau gewusst warum. Also war ich skeptisch. Berechtigter Weise 🙂

Das Schwimmen war aber dann schon genial. Ich bin losgestürmt und war gleich unter den ersten. Erst war ich Zweite, dann kam von rechts noch ein kleiner Haufen und zwei überholten mich. Ab der ersten Boje waren wir zu viert oder fünft, die Yvonne weit vor uns. Hey, was will ich mehr als im ersten Verfolgerfeld aus dem Wasser zu kommen und zu wissen, dass die gesamte Startgruppe hinter mir ist? Geiles Gefühl! Endlich ein gutes Schwimmen!

Radfahren war wunderbar. Ebenfalls von Anfang an ein guter Rhythmus. 36,7 km/h. Ich war neugierig, hab am Ende der Radstrecke extra auf dem Tacho herum gedrückt ;-)) Wunderbar!

Laufen, oh je. Ich bin genau mein Tempo losgelaufen. Am ersten Wendepunkt hab ich gemerkt, dass die Kristina Brandl näher gekommen ist. Beim Radfahren hab ich ihr etwas davon fahren können, aber schon auf 2,5km hat sie das wieder reingelaufen. Na gut, das wird wohl nichts werden. Die nächsten 2,5km bin ich eigentlich in meinem Tempo weitergelaufen. Im Stadion war sie dann noch ein Stück näher dran, aber sie hat mich noch nicht eingeholt. Ok nun bin ich also immer noch Zweite und möchte das auch bleiben! Die Kristina ist nun schon 5km schnell gelaufen, um mich einzuholen. Ich hab mein Ding gemacht, also sollte ich jetzt mal etwas zulegen können. Gedacht, getan. Ich konnte das Tempo leicht hoch schrauben. Am zweiten Wendepunkt war sie noch ein Stück näher gekommen, aber hatte immer noch nicht überholt! Wir sind uns schon innerhalb der Verpflegung  begegnet! Was werden das gewesen sein? Hm, naja, 20-30 Sekunden? Ich hab sie angeschaut und ihr zugerufen „jetzt laufen wir es aus!“ Ich weiß nicht, ob sie es gehört hat (aber ich hoffe es natürlich – sorry, war halt Wettkampf und ein bisschen taktisches Geplänkel muss halt auch sein.) Und dann bin ich an mein Limit gegangen. Jetzt erst mal klar machen, dass ich ihr davon laufen kann. Wenn sie bei so kurzem Abstand gemerkt hätte, dass sie sich noch ransaugen kann, hätte ich es wohl nicht mehr geschafft. Aber wenn sie merkt, dass ich ihr davon laufe, dann steckt sie vielleicht auf. 😉 Zumindest waren das so meine Gedanken, wer weiß, was sie sich in dem Moment gedacht hat. Also, so kam es dann auch. Ich konnte ihr davon laufen! Juchuu! Laufen ist ja nicht so mein Ding und ich muss zugeben, sie hat echt schnell ausgeschaut! Hat mir sogar noch eine Bekannte danach gesagt, dass sie den selben Eindruck hatte. Also, wie soll ich die in Schacht halten? Dementsprechend happy bin ich, dass es sich ausgegangen ist! Es war ein toller, fairer Wettkampf. Und es bewahrheitet sich mal wieder: Es muss gar nicht der erste Platz sein. Eine einzige Konkurrentin reicht, um einen tollen Wettkampf zu haben! Mir zumindest.

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